Als einzigartiges Ökosystem mit einer besonderen Artenvielfalt gehört das Wattenmeer der Niederlande, Niedersachsens und Schleswig-Holsteins nun zum Weltnaturerbe.

Das entschied die UNESCO am 26. Juni 2009 in Sevilla. Mit dieser Auszeichnung beschert die Organisation dem Lebensraum von Kegelrobbe und Schweinswal sowie dem Zufluchtsort für Millionen von Zugvögeln auf ihrem Flug von Südafrika gen Sibirien und Kanada weltweit Aufmerksamkeit und würdigt bereits bestehende Schutzbemühungen. Nach der Grube Messel, einer Fossilienlagerstätte bei Darmstadt, ist das Wattenmeer bereits Deutschlands zweites Naturdenkmal. Das Küstengebiet steht damit als Naturwunder auf einer Stufe mit dem Grand Canyon in den USA, den Galapagos-Inseln vor Ecuador, der Serengeti im afrikanischen Tansania und dem Great Barrier Reef vor Australien. Das Wattenmeer, das sich von der holländischen Insel Texel bis zur Nordspitze Sylts erstreckt, ist eines der größten Naturfeuchtgebiete der Welt. Besucher erleben hier den faszinierenden Wechsel zwischen Ebbe und Flut, genießen die unendliche Weite des Meeres und werden bei Sonnenaufgang und zur Dämmerung Zeugen einmaliger Lichtspiele.
