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Als "Insel des ewigen Frühlings" beschreiben Reisende schon seit Kolumbus’ Zeiten Gran Canaria. Wegen ihres ganzjährig milden Klimas ist die Insel ein ideales Urlaubsziel.
Ein angenehmer Wind weht um das Gesicht. Jeder Lufthauch fängt eine Prise Sand ein, wirbelt sie über die Dünen. Mit jedem Schritt sinken die Füße in den warmen Sand, rieseln die gelben Körnchen auf die Haut. Wer über die Dunas de Maspalomas, die große Dünenlandschaft im Süden von Gran Canaria, spaziert, fühlt sich an die Wüste erinnert. Und das nicht ohne Grund, denn der Sand kommt von dort. Echter Saharasand wird vom afrikanischen Kontinent herübergeweht und bildet die bis zu zehn Meter hohen Dünenkämme.
Von hier aus sieht man aber keine Fatamorgana, sondern wirklich das Wasser, das Meer. Surfer und Jetskifahrer üben hier ihre Kunststücke, Kinder kämpfen mit den Wellen und Taucher erkunden die Korallenriffe vor der Küste. Am Strand in der Nähe – acht Kilometer lang ist die Playa del Inglés – bräunen sich die Urlauber.
Weit weg, auf der anderen Seite des Atlantischen Ozeans, liegt Amerika. Columbus hat seine Entdeckungsreise dorthin angeblich durch einen Zwischenstopp in der Inselhauptstadt Las Palmas unterbrochen, um sich hier mit der Gräfin von Gomera zu vergnügen.
Auch heute noch spürt man in der Stadt im Norden der Insel die koloniale Vergangenheit Gran Canarias. Vor allem im alten Viertel Vegueta rund um die Kathedrale Santa Ana erinnern die Häuser an die Zeiten der spanischen Eroberer. Lebhaft geht es im Parque Santa Catalina zu: Hierher strömen abends Kanaren und Urlauber und genießen die Nacht in den Kneipen, Pubs und Diskotheken.
Johanna Lischke
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